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Fahrt mit Leoni, Tim und Max
vom 20.04.25 bis 23.04.25

Sonntag, 20.04.25 - 246 km


Hisr - Vorderriss


Hisr - Vorderriss

Plansee

Plansee

Wir starteten um 9:30 Uhr in Häuser. Leoni mit der 48 Jahre alten Honda 400T, Tim mit der Yamaha 900 TDM und ich mit der 28 Jahre alten Yamaha 900 Diversion S. Ursprünglich wollten wir in die Lombardei fahren, aber dort herrschten in der Vorwoche starke Unwetter mit Verwüstungen und es regnete immer noch. Da der Regen weiter von Westen kam, entschlossen wir uns nach Osten, der Sonne entgegen zu fahren. Tatsächlich wurde das Wetter ab Pfronten immer freundlicher.
Am Plansee entlang fahrend staunten wir über den niedrigen Wasserstand ca. (2,5 m unter Normalniveau) und machten die erste Pause bei Kaffee auf der Terrasse des Hotels Forelle.
Weiter über den Ammersattel und Ettal nach Oberau, durch Garmisch und Mittenwald. Hier der erste Tankstop (die Honda braucht wegen des kleinen Tanks alle 140 bis 150 km frischen Sprit). Am Ortsende von Wallgau ging es recht ab über die Mautstraße nach Vorderriss. Im Gasthaus Post gab es im Garten das Mittagessen. Der Schweinebraten von Tim war erstklassig und eine große Portion, der Putensalat von Leoni war so lala, aber meine Bratwürste mit Kartoffelsalat waren ihren Preis nicht wert. Vom Salat gab es nur einen knappen Esslöffel voll.

Vorderriss - Gasthof Post

Vorderriss - Schechen


Vorderriss - Schechen

Am Seehamer See

Über Kaiserwacht, Wildbad Kreuth, Rottach-Egern und Tegernsee - größtes Verkehrschaos der ganzen Fahrt - ging es an die Autobahn bei Irschenberg. Von dort machten wir noch einen Überraschungsbesuch bei der Vewandtschaft am Seehamer See. Nach einer Stunde ging es weiter über Irschenberg und Bad Aibling nach Tuntenhausen, wo wir uns nach einem Quartier umsahen. Die nächste freie Unterkunft fanden wir in Schechen im Egger Stüberl. Sehr zu empfehlen - super Abendessen und schöne Zimmer.
Egger Stüberl


Egger Stüberl


Montag, 21.04.2025 - 200 km

Schechen-Burghausen

Schechen-Burghausen

Wasserburg

Wasserburg
Wasserburg
Wasserburg
Wasserburg
Wasserburg


Nach einem ausführlichen Frühstück ging es nach Norden bis Griessstätt und dann auf der rechten Innseite auf kaum frequentierter Straße nach Wasserburg in die Altstadt. Wir fuhren über die Innbrücke und das Brucktor, das seit 1374 belegt ist. "Das erste Brückenbauwerk ist für das Jahr 1374 urkundlich belegt. Das Eis des Inns hat die Brücken immer wieder zerstört, das jetzige Bauwerk stammt aus dem Jahr 1929 und wurde 1982/83 umfassend erneuert." (Wikivoyage)
Das spätgotisches Rathaus. Erbaut von 1457 bis 1459 und das Kernhaus, ein Patrizierhaus, dessen Rokokofassade um 1738 von Johann Baptist Zimmermann (Münchner Hofstukkateur) geschaffen wurde und zu den schönsten in Süddeutschland gehört, schauten wir nur von außen an. Wie ich vorher gelesen hatte, wurde die Fassade mehreren alten Häusern vorgestellt.
Nach einem kleinen Rundgang durch die Gewölbegalerie und einem Blick in die St. Michealskirche kurz vor dem Ostermontagsgottesdienst machten wir uns wieder auf den Weg. Wie gewohnt zuerst zur Tanke. Als ich die Tankstellenausfahrt verließ, nachdem ich mehrfach nach links geschaut hatte, schoß ein VW GTI-Fahrer laut hupend an mir vorbei - 50 kmh schien für ihn kein Thema zu sein.

Wasserburg
Wasserburg
Wasserburg
Wasserburg





Burghausen


Burghausen


Burghausen


Burghausen

Burghausen
Nachdem wir Wasserburg hinter uns gelassen hatten, ging es auf wunderschön geschwungenen Nebenstraßen über Schnaitsee, Peterskirchen, Emertsham, Kirchweidach, Kriechbaum und Marienberg nach Burghausen direkt zur längsten Burg der Welt.
Wir gingen durch den ewig langen Burghof, bis zum Restaurant, wo wir uns spontan entschlossen, Mittag zu machen.



Während des Essens fiel mir ein, dass mein ehemaliger Kollege in Sonthofen aus Burghausen stammte und ich schickte ihm eine WhatsApp-Nachricht mit Bild von der Burg, ob er dieses Foto erkenne. Keine Minute später die Antwort,"Wir sind 300 m von Euch entfernt beim Italiener."
Wir aßen fertig, spazierten noch durch den Rest der Anlage und machten beim Wegfahren kurz Halt beim Italiener.

Burghausen


Burghausen


Burghausen


Burghausen

Burghausen - Lambrechten
Burghausen- Lambrechten

Die B20 bis Marktl und die B12 bis Kirchdorf und Braunau waren langweilige Geradeausstrecken, deshalb ging es dann wieder auf schönen und relativ einsamen Nebenstraßen über Altheim, Geinberg, St. Martin nach Lambrechten.
In Lambrechten war Kaffeepause mit sehr leckerem Tiramisu angesagt, ehe es mit Tim als Führenden in Richtung Passau auf sehr netten und ruhigen Straßen weiter ging. Leoni fand ein super Hotel direkt im Landspitz zwischen Inn- und Donauzusammenfluß: Das Hotel Residenz , das ein recht günstiges Preis- Leistungsverhältnis mit schönen Zimmern und einem tollen Frühstücksbuffet aufwies.
Abends machten wir noch eine nette Besichtigungstour durch die Passauer Altstadt und landeten leider zum Abendessen in einer Touristenabzocke, dem Ratskeller: In der Vorhalle roch es einladend nach Sauerbraten. Kredenzt wurde ein Schweinebraten in Essigpampe. Schade ums Geld.



Lambrechten - Passau
Lambrechten - Passau

Jetzt noch einige Eindrücke von Passau am Abend und nächsten Morgen:
   
  
    


Dienstag, 22.04.25 - 149 km

Passau - Eggenfelden
Passau - Eggenfelden




Eggenfelden - Erding


Nach dem Einkaufsbummel der Jungen und einem ausgedehnten Stadtspaziergang des Alten fuhren wir Richtung Fürstenzell. Schon am Stadtrand von Passau fiel auf, dass bei der Honda kein Abblend- und Fernlicht mehr ging. Ein Wechsel der Birne brachte nichts. Erst in Eggenfelden kam uns die Idee, dass es sich um eine durchgebrannte Sicherung handeln könnte. Bis dort fuhren wir auf wunderschönen Sträßchen über Schmidham, Bad Griesbach und Parzheim auf die B388.
Eggenfelden

Wegen der schlechten Wettervorhersage für Mittwoch blieben wir auf der B388, um Strecke zu machen. In Eggenfelden gab es die Mittagspause im Biergarten auf dem Marktplatz. Anschließend ging es wegen der Sicherung ins Industrieviertel. Leider war keine Glassicherung auftreibbar. Wir behalfen uns mit einer Ersatzsicherung mit einem etwas höheren Amperewert. Das Licht funktionierte wieder und wir machten uns guten Mutes auf die Weiterfahrt.







Eggenfelden - Erding

Eggenfelden - Erding


Vilsbiburg


Leider machte die Honda einige KM weiter erneut Probleme. Sie drehte nicht mehr über 4000 U/min und starb sogar während der Fahrt ab. In Vilsbiburg fuhren wir zu einer Tankstelle und ich kaufte einen Reservetank, weil ich dachte das Benzinsieb sei verstopft und man müsste den Tank leeren. Leider war dem nicht so, denn der Sprit lief aus dem Hahn ohne Probleme. Da auch noch das rote Öllicht aufleuchtete, kauften wir noch Motoröl und füllten etwa 150 ml auf. Die Maschine lief mehr schlecht als recht und das rote Warnlicht erlöschte erst bei höheren Drehzahlen. Deshalb setzten wir den Weg fort bis Leoni mitten in der Pampa, bei Reimling/Hochstätt sagte, es gehe gar nichts mehr.




Jetzt half nichts anderes mehr als Hilfe anzufordern. Ein Anruf bei Pia zeigte uns, dass für das Gerät eine Rückholversicherung bestand. Also Onlinebitte um Abschleppmöglichkeit. Prompte Antwort: "Wir kümmern uns sofort. Der Abholdienst ruft an, wenn er startet!"
Nach 1,5 h vergeblichen Wartens versuchte Leoni bei der Versicherung durch zu kommen. Kaum war sie 20 Minuten in der Schleife, erreichte sie den zuständigen Sachbearbeiter. Er entschuldigte sich vielmals, denn er habe 6 Partner in der Nähe kontaktiert und keiner könne kommen. Jetzt sei ein "fremder" Abschleppdienst unterwegs. Da es leider keine Hondawerkstatt in der Nähe gebe, würde die Maschine nach Sonthofen gebracht und vorher beim Abschleppdienst Greckl in Erding untergestellt. 30 Minuten später traf der Dienst ein. Gepäck von Leoni noch auf die Yamaha, Leoni auch drauf und zur Werkstatt der Firma Greckl. Nachdem es jetzt schon reichlich spät war wollten wir in Erding übernachten. Gleich neben der Firma Greckl befindet das Motel Einstein, in dem wir ein "wunderbares" 3-Bett-Zimmer mieteten. Das Abendessen in der Pizzeria Liberty war ausgezeichnet.



Mittwoch, 23.04.25 - 203 km



Erding - Fischen (Ammersee)

Wider Erwarten war das Wetter an diesem Mittwoch wunderschön, sodass wir keine Eile mehr hatten nach hause zu kommen.
Wir fuhren nördlich an München vorbei und frühstückten in Fürstenfeldbruck - nicht einfach in dieser offensichtlich überwiegend von SeniorInnen bewohnten Stadt eine Bäckerei mit Cafe-Betrieb zu finden.
Gestärkt ging es dann am Ammersee vorbei bis Fischen.



Fischen (Ammersee) - Burgberg






Vorbei am deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, durch Weilheim und in Peißenberg links über eine wunderbar kurvige Strecke nach Böbing und Rottenbuch zur Maria Geburt mit ihrer wundervollen, üppigen Ausstattung.
Mittagessen im Cafe Mandala und dann über Saltannen, Lechbruck, Seeg und Nesselwang heim.
Der angesagte Regen erwischt uns dann am Grüntensee für 10 Minuten. Zuhause sind wir dann schon wieder trocken. Trotz aller Widrigkeiten war es eine schöne Fahrt.


 
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