
Mecklenburg - Vorpommern;
oderaufwärts durchs Erzgebirge und die fränkische Schweiz zurück.
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| Werner - Yamaha Supertenere 750 |
Max - Yamaha XJ 900 |
Eigentlich müsste die Tour Schweizfahrt heißen, weil wir mehrere Landschaften mit dem Beinamen Schweiz durchquerten bzw. tangierten:
Mecklenburgische Schweiz (bei Treptow); Rostocker Schweiz; Märkische Schweiz; Berliner Schweiz (Gosener Hügel); Sächsische Schweiz; Wolkensteiner Schweiz (Marienberg, Erzgebirge); Fränkische Schweiz
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Bildergalerie 25.09.2012 - Von Pfronten nach München
Eigentlich können Rentner Motorrad fahren, wenn das Wetter schön ist. Werner und ich müssen jedoch auf das Geld schauen und nützen einen Sondertarif der Deutschen Bundesbahn, der für unter 100 Euro Mann und Maschine von München nach Berlin transportiert. Wir sind allerdings an ein bestimmtes Datum gebunden.
Also machen wir uns bei unsicherem Wetter auf den Weg. Nach einem kurzen Regenschauer vor Pfronten geht es trocken bis Rottenbuch. Von dort über Böbing, die nette Nebenstrecke wollte ich schon lange einmal fahren bis Peißenberg. Jetzt wird es Zeit die Regenkombi anzuziehen, denn bis zu unserem Ziel, Ostbahnhof München, wird es immer wieder zu Niederschlägen kommen.
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2. Tag 26.6.2013
In Berlin angekommen regnet es, also möglichst schnell nach Norden aus der Stadt. Bald klart es auf und bei Fürstenberg haben wir schönes Mopedwetter.
Die evangelische Stadtkirche in Fürstenberg an der Havel ist eine Backsteinkirche in Fürstenberg/Havel im Landkreis Oberhavel in Brandenburg.
Geschichte und Architektur
Fürstenberg ist erstmals 1287 als Kirchspiel mit einem Pfarrer Arnoldus erwähnt. Das Kirchenpatronat hatten die mecklenburgischen Herzöge. 1551 wurde Matthias Bracht Kesselius erster lutherischer Prediger an der Kirche. 1584 brannte das Kirchenschiff, 1652 der Turm. Am 26. Mai 1807 brannte die wiederhergestellte Kirche erneut, das verbliebene Mauerwerk wurde abgerissen. Der Beginn des Neubaus verzögerte sich wegen Streitigkeiten um die fälligen Hand- und Spanndienste bis 1845.
Die heutige Kirche ist ein kreuzförmiger Backsteinbau, der in den Jahren 1845–1848 in einem italianisierenden Rundbogenstil durch den Schinkel-Schüler Friedrich Wilhelm Buttel errichtet wurde. Er besitzt im Westen eine polygonale Apsis und einen ausladenden Ostbau, der zum Turm hin aufgestaffelt ist. Das Bauwerk wurde 1963 und 1997–2006 restauriert. Von der ursprünglichen Ausstattung ist die klassizistische Taufe aus Marmor in Pokalform erhalten. Die übrige Ausstattung wurde 1963 erneuert. Die Orgel ist ein Werk der Firma Sauer mit 27 Registern auf zwei Manualen und Pedal aus dem Jahr 1956.
Das Schloss Fürstenberg ist ein dreiflügeliger Barockbau mit Rokokodekor in der brandenburgischen Stadt Fürstenberg/Havel. Es befindet sich auf einer Insel nördlich des Altstadtkerns mit dem Flurnamen Mühlenkamp. Erbaut wurde es zwischen 1741 und 1752 als Witwensitz der Mecklenburg-Strelitzer Herzogin Dorothea Sophie.
Neustrelitz
Der Schlossgarten von Neustrelitz wurde 1731/1732 ursprünglich vom Kunstgärtner Julius Löwe als Barockgarten konzipiert. Im Laufe der Jahre ist er allerdings immer wieder umgestaltet bzw. erweitert worden. In seinen Grundzügen ist er aber bis heute erhalten.
Der Park führte über ein großes Parterre vom Schloss zum See, war mit Alleen gegliedert und mit einem Hebetempel gekrönt. Um den Gartenbereich tiefer und länger erscheinen zu lassen, wurde die Sichtachse in Richtung des Sees verengt. Peter Joseph Lenné gestaltete etwa 1825 einen Großteil der Parkanlage zum englischen Landschaftsgarten um. Die barocke Sichtachse aber blieb unverändert und ist noch heute zu bestaunen.
Schloss Hohenzieritz Gemeinde Prillwitz
Seit dem 19. Juli 1810 war Hohenzieritz in aller Munde. Denn hier, im Sommerschloss ihres Vaters, starb überraschend die berühmte Königin Luise von Preußen. Ihr Sterbezimmer wurde alsbald ein Andachtsraum. Seither ist Hohenzieritz ein vielbereister Erinnerungsort. Die Mitglieder der europäischen Hocharistokratie gaben sich hier die Klinke in die Hand. Doch neben der Schwermut hat auch die Anmut ihren Platz, besitzt das Schloss doch noch heute den bedeutendsten und schönsten Landschaftsgarten in ganz Mecklenburg-Vorpommern.
Der Wanzkaer See in Mecklenburg-Vorpommern liegt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte auf dem Gebiet der Gemeinde Blankensee. Er ist ein sehr langgestreckter buchtenreicher ehemaliger Gletscherstausee und glazialer Rinnensee und somit in der Eiszeit entstanden. Wikipedia
Burg Stargard (bis 1929: Stargard in Mecklenburg) ist eine Kleinstadt südöstlich von Neubrandenburg im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem Burgberg steht die mittelalterliche Burg Stargard, welche der Stadt und der Herrschaft Stargard ihren Namen gab. Der Ort ist seit dem Jahr 1992 Sitz des Amtes Stargarder Land, dem weitere Gemeinden angehören.
Neubrandenburg (in älteren Dokumenten auch Brandenburg oder N. Brandenburg, niederdeutsch Niegenbramborg oder kurz Bramborg) ist die Kreisstadt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Die drittgrößte Stadt des deutschen Bundeslandes ist als eines der vier Oberzentren der Hauptort im Südosten mit rund 64.000 Einwohnern und einem etwa 420.000 Einwohner umfassenden Einzugsgebiet. Sie liegt zwischen der Ostsee und den Ballungsräumen von Stettin in östlicher, Rostock in nordwestlicher und Berlin in südlicher Richtung.
Neubrandenburg ist für seine guterhaltene Stadtbefestigung der Backsteingotik, ihre Veranstaltungs- und Kulturlandschaft samt Konzertkirche und Neubrandenburger Philharmonie, als Sportstadt und für den zentrumsnahen Tollensesee in der Urlaubsregion Mecklenburger Seenland bekannt. Die Stadt hatte um 2011 die zweitgrößte Wirtschaftskraft pro Einwohner aller Städte in den neuen Bundesländern. Bedeutende Wirtschaftszweige sind der Anlagen- und Maschinenbau, Hochtechnologie, Logistik, Gesundheitswirtschaft, IT und Dienstleistungen. Überregional hat Neubrandenburg durch seine hohe Zentralität auch Bedeutung als Einkaufsstadt. Die Stadt ist Standort mehrerer großer Schulen und seit 1988 auch Hochschulstadt. Wegen der markanten vier mittelalterlichen Stadttore trägt Neubrandenburg seit 2019 offiziell den Namenszusatz „Vier-Tore-Stadt“.
Sehr gutes Abendessen Gaststätte Waldhaus in der Stadtmauer. Übernachtung im Hotel Weinert (http://www.hotel-weinert.de/)
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3. Tag 27.6.2013
Alt Rehse ist ein Dorf und Ortsteil der Stadt Penzlin am westlichen Ufer des Tollensesees im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Das Dorfensemble ist als seltenes Beispiel von dörflicher Architektur im Nationalsozialismus architektonisch und historisch einmalig in Deutschland.
Die Gemarkung des Ortsteils Alt Rehse grenzt an die Gemeinden Kuckssee, Wulkenzin, Hohenzieritz, die Stadt Penzlin sowie an die Kreisstadt Neubrandenburg.
Der Ort ist slawischen Ursprungs, hier lebten nach Abzug der germanischen Bewohner zur Zeit der Völkerwanderung die mittelalterlichen Stämme der Redarier und Tollenser aus dem Stammesverband der Wilzen, die später auch im Liutizenbund vereinigt waren. Der Name „Rehse“ könnte sich aus der altslawischen Sprache ableiten und „Ort am Wasser“ bedeuten.
Alt Rehse wird 1182 in einer Bestätigungsurkunde von Pommernherzog Bogislaw I. für Besitzungen des Klosters Broda als „reze“ erstmals erwähnt.
1934 kamen das Gut und der Park durch Enteignung an den Hartmannbund, der hier auf Verlangen der Reichsärzteführung die Führerschule der Deutschen Ärzteschaft bauen ließ und das Gut in Besitz nahm. Das alte Dorf wurde bis auf die Kirche, die Schule und das Pfarrhaus sowie einen Katen, den späteren Dorfkrug, abgerissen, und es entstanden in der Folgezeit bis 1939 22 niederdeutsch wirkende Fachwerkhäuser mit Schilfrohrdächern, die im Türbalken die Jahreszahl der Erbauung nach dem nationalsozialistischen Machtantritt und den Namen jeweils eines deutschen Gaues trugen. Der Lehrbetrieb ging bis Januar 1943, während das Gut für die Führerschule und die Reichskanzlei produzierte.
1945 evakuierte die Rote Armee die Bevölkerung und nutzte das Gelände bis Oktober 1947. Auf der Suche nach schriftlichen Unterlagen wurden im Ort umfassend Bücher beschlagnahmt, wobei auch die Kirchenbücher verschwanden.
Im Verlauf der Bodenreform zog 1948 das als Heimstatt für Vertriebenenwaisen aus dem ehemaligen deutschen Osten gegründete „Kinderdorf Alt Rehse“ in Schloss und Park Alt Rehse ein. 1952 bezog ein Institut für Lehrerbildung die Schloss- und Parkanlage, die 1955 dann kurzzeitig vom DDR-Ministerium für Staatssicherheit übernommen und 1958 an die Nationale Volksarmee übergeben wurde.
Anfangs diente die Anlage der NVA-Führung zu Erholungszwecken. Das Terrain war umzäunt und von einem Torposten bewacht. In den 1970er Jahren konnten sogar Zivilisten das Objekt unbehelligt betreten.
Weiter geht es zum Wisentgehege am Kölpinsee, wo wir der Fütterung der Kolosse zusehen können.
Auf der 3 km² großen Halbinsel im Kölpinsee, dem Damerower Werder, lebt seit 1976 eine Wisentherde in freier Wildbahn. Der 8 km lange Uferstreifen ist ungezäunt und ermöglicht allen Wildarten freien Zugang. Die Wisente sind als weltweit einmalige Attraktion deshalb auch häufiger vom Boot aus zu beobachten. Dabei ist die Betonung des Sperrbezirks zu beachten, er dient auch dem Schutz anderer bedrohter Arten des Naturschutzgebietes.
Mitten in Mecklenburg-Vorpommern, eingebettet in Landschafts- und Naturschutzgebiete, liegt TETEROW, direkt im Herzen der Mecklenburgischen Schweiz.
In den vergangenen Jahrhunderten hat sich die ehemalige slawische Siedlung zu einer sehenswerten Kleinstadt gemausert.
Der mittelalterliche Stadtkern ist gut erhalten und lädt zum Entdecken ein.
Die geschichtsträchtige Burgwallinsel im Teterower See - von der UNESCO zum "Schützenswerten Kulturgut" erklärt, der Bergring - Europas schönste Grasrennbahn sowie die Schildbürgerstreiche unserer Altvorderen haben Teterow weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt gemacht.
Krakow am See
Eingebettet in die sanfte Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns bietet der Krakower See eine Oase der Ruhe und Erholung.
Ob Sie entspannt am Ufer verweilen, beim Wandern die idyllischen Wälder erkunden oder auf dem Wasser aktiv werden – hier finden Sie Ihren perfekten Rückzugsort.
Wir übernachten im Hotel Hase am See, was uns die Dame vom Tourismusamt empfohlen hat. Die Wirtsleute sind komisch und machen unsinnige Vorschriften (offensichtlich Wessihasser). Am Abend sind wir in der Stadt, wo uns die Leute bedauern, wenn sie hören, wo wir nächtigen. Wir bringen Nacht und Frühstück ohne Zwischenfälle hinter uns.
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4. Tag 28.6.2013
Wir fotografieren noch am Strand ein bißchen und starten Richtung Groß Tessin. Die Route führt uns abgelegene, wildromantische Gebiete wie Oldenstorf und Reimershagen in der Mecklenburgischen Seenplatte nordwestlich des Krakower Sees. Sie liegen in einem wald-, hügel- und seenreichen Gebiet. Das Gelände Höhen bis etwa 80 m ü. NN. Windschutzhecken bieten uns die Gelegenheit für die obligatorischen Mopedfotos.
Um mehr vom Garder See zu sehen verlassen wir die geteerten Straßen und müssen dann schließlich doch am Naturschutzgebiet kehrt machen.
Der naturbelassene See ist maximal 1,2 Kilometer lang (mit der südlichen Bucht 1,6 Kilometer), 1,2 Kilometer breit und belegt damit eine Fläche von rund 105 ha.
Das Gewässer liegt in einer unverbauten hügeligen Endmoränenlandschaft im Landschaftsschutzgebiet Mittleres Mildenitztal. Am Ufer befinden sich drei kleinere Ortsteile der Gemeinde Lohmen mit Althagen im Süden, Garden im Norden und Garder Mühle im Westen. Der See ist stark gegliedert und verfügt über mehrere markante Buchten. Die südliche Bucht wird durch eine kleine Insel vom übrigen See fast getrennt. Hier mündet die Bresenitz, die den See durchfließt.
Dafür besichtigen wir dann Sternberg etwas intensiver.
In der Sternberger Stadtkirche, die dem interessierten Besucher vielerlei kunst- und kulturhistorisch Bemerkenswertes bietet, weisen zwei Kunstwerke von Fritz Greve auf die Einführung der Reformation hin. Gleich in der Turmhalle ist der Landtag von 1549 in einem farbenprächtigen Gemälde dargestellt. Auch eines der 1895 im Zuge einer umfassenden Restaurierung der Kirche eingesetzten Bleiglasfenster, das sogenannte "Luther-Fenster", erinnert an das für Mecklenburg bedeutsame Ereignis. Die ältesten Teile der Sternberger Stadtkirche stammen aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Weithin sichtbar prägt der wuchtige Bau mit dem 66 m hohen Turm die Silhouette der Stadt.
In der Nähe von Sternberg befindet sich das auf einer Halbinsel im Groß Radener See gelegene Freilichtmuseum, das mit originalgetreuen Nachbauten von Wohn- und Handwerksstätten sowie eines Tempels Einblicke in das Leben der nordwestslawischen Stämme vor tausend Jahren vermittelt.
Vor mehr als 1000 Jahren gab es in Groß Raden eine slawische Siedlung mit einem Heiligtum, die inzwischen ausgegraben und originalgetreu rekonstruiert worden ist. Zu erkunden sind der Ringwall mit Tunneltor, der Tempel, Häuser, Brennöfen, Zäune, Wege (mit Brücken) u.v.m. Altersgerecht konzipierte und museumspädagogisch betreute Aktionen vermitteln den Umgang mit mittelalterlichen Handwerkstechniken und -geräten. Im Hauptgebäude sind u. a. Originalfunde und Rekonstruktionsmodelle zu sehen.
Nach der Besichtigung von Groß Raden fahren wir auf die Halbinsel Darß. Das Seebad Ahrenshoop in der Region Fischland an der deutschen Ostseeküste der Mecklenburger Bucht liegt auf der Verbindung der Halbinsel Darß zum Festland. Ahrenshoop befindet sich an Ostsee- und Boddenküste (Saaler Bodden) und hat dadurch Wasser auf zwei Seiten.
Abends haben wir etwas Schwierigkeiten mit der Suche nach einer Unterkunft bis wir doch noch ein kleines Zimmer finden, in dem auch das Frühstück serviert wird.
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5. Tag 29.6.2013
Nach dem Frühstück geht es geradewegs nach Stralsund.
Nach Landesrecht führt Stralsund die Bezeichnungen Hansestadt und Große kreisangehörige Stadt.
Stralsund erhielt 1234 das Lübische Stadtrecht. Damit ist sie die älteste Stadt Pommerns. Als Gründungsmitglied der Hanse kam Stralsund durch internationalen Handel zu beachtlichem Wohlstand. Die Altstadt mit ihren zahlreichen Baudenkmalen und besonders wertvollen Zeugnissen der Backsteingotik gehört seit 2002 mit dem Titel Altstädte von Stralsund und Wismar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Stralsund ist bekannt für das Meeresmuseum, das Ozeaneum Stralsund, das Stralsund Museum und für Veranstaltungen wie die jährlichen Wallensteintage und den Rügenbrücken-Marathon. Wirtschaftlich dominiert der Tourismus. Stralsund wird wegen seiner Lage am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee zwischen Festland und der Insel Rügen, als „Tor zur Insel Rügen“ bezeichnet.
Mittelalter und Neuzeit
Stralsund erhielt nach der Besiedlung im Zuge der deutschen Ostsiedlung am 31. Oktober 1234 vom rügenschen Fürsten Wizlaw I. das Stadtrecht nach Rostocker bzw. Lübecker Vorbild. Die Gegend war von Slawen besiedelt gewesen, was auch ihren slawischen Namensbestandteil Stral erklärt (stral bedeutet Pfeil- bzw. Speerspitze, -sund steht in germanischen Sprachen für eine trennende Enge und meint hier den Strelasund).
Stralsund wurde vorwiegend durch Siedler aus Westfalen schnell zu einer bedeutenden Handelsstadt im Ostseeraum. Die Stadt gehörte nach dem Erlöschen des Fürstentums Rügen 1325 zu Pommern-Wolgast. Sie war im 14. Jahrhundert nach Lübeck die bedeutendste Hansestadt im südlichen Ostseeraum. Zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen mit den Herrschern von Dänemark gipfelten 1370 im Frieden von Stralsund. Nach dem Niedergang der Hanse nahm Stralsunds Bedeutung ab. Die Stadt lebte jedoch weiterhin vorwiegend vom Fernhandel und Nahhandel sowie vom Schiffbau.
Bereits 1525 traten die Bürger Stralsunds mehrheitlich zum evangelischen Glauben über. Die Stadt war damit Schrittmacher der Reformation in Norddeutschland.
Im Dreißigjährigen Krieg widerstand Stralsund mit Hilfe von Schweden und Dänemark der Belagerung durch Wallensteins Truppen; es folgte eine fast 200-jährige Zeit der Zugehörigkeit zum Königreich Schweden als Teil von Schwedisch-Pommern. Im Pommernfeldzug 1715/1716 wurde die Festung Stralsund am 23. Dezember 1715 von den verbündeten Dänen, Preußen und Sachsen eingenommen. Stralsund wurde dänisch, kam aber 1720 im Frieden von Frederiksborg zusammen mit Rügen und dem pommerschen Festland nördlich der Peene an Schweden zurück.
1815 kam Stralsund zu Preußen und wurde Sitz einer Oberpostdirektion, eines Regierungsbezirks mit fünf Kreisen und der preußischen Marinebasis (1871 nach Kiel verlegt). 1868 verschmolzen die Oberpostdirektionen Stralsund und Stettin zur Oberpostdirektion Stettin.[8]
Die St.-Nikolai-Kirche, auch Nikolaikirche, im Stadtgebiet Altstadt von Stralsund ist die älteste der drei großen evangelischen Pfarrkirchen der Stadt. Sie wurde im Jahr 1276 erstmals urkundlich erwähnt. Ihr Patrozinium erhielt die Kirche am Alten Markt nach Nikolaus von Myra, dem Schutzheiligen der Seefahrer und Händler.
Nach Altstadt- und Kirchenbesichtigung setzen wir über nach Rügen und steuern direkt Cap Arcona an. Kap Arkona ist eine 43 Meter hohe, aus Kreide und Geschiebemergel bestehende Steilküste auf der Halbinsel Wittow im Norden der Insel Rügen. Am Kap befinden sich zwei Leuchttürme, ein ehemaliger Marine-Peilturm, zwei ehemalige Militärbunker, die slawische Jaromarsburg, eine Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes und einige touristische Gebäude (Restaurants, Kneipen, Souvenirläden). Aufgrund der geologischen Beschaffenheit und der Wettereinflüsse kommt es am Kap vorwiegend im Winter und Frühjahr immer wieder zu teilweise großen Uferabbrüchen.
Kap Arkona wird oft als der „nördlichste Punkt Rügens“ bezeichnet, was jedoch nicht stimmt. Ungefähr einen Kilometer weiter nordwestlich befindet sich eine Stelle der Steilküste, Gellort genannt, die noch etwas weiter nördlich gelegen ist. Direkt am Fuße des Gellorts liegt der 165 Tonnen schwere Findling Siebenschneiderstein, auf Plattdeutsch Söbenschniedersteen.
Wir durchmessen Rügen jetzt auf der etwas weniger touristisch geprägten Ostseite und setzen wieder auf das Festland über, um unser Tagesziel, Wolgast, anzusteuern. Dort finden wir das ehemalige Wohnhaus von Werners Freunden aus Pfronten und übernachten im Hotel Peenebrücke.
Die Peenebrücke selbst ist eine beeindruckende Konstruktion, um beidem, Schiffs- und Autoverkehr, zugute zu kommen.
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6. Tag 30.06.2013
Parallel zur Oder geht es nach Süden, durch die Uckermark, Strasburg, Hornshagen mit super Kopfsteinpflaster und die Märkische Schweiz zum Schiffshebewerk Niederfinow. Das Schiffshebewerk Niederfinow wurde am 21. März 1934 in Betrieb genommen und ist das älteste noch arbeitende Schiffshebewerk Deutschlands. Es liegt am östlichen Ende des Oder-Havel-Kanals in Niederfinow/Brandenburg und überwindet den Höhenunterschied von 36 Metern zwischen der Scheitelhaltung und der Oderhaltung der Bundeswasserstraße Havel-Oder-Wasserstraße, für die das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Oder-Havel zuständig ist. Das Schiffshebewerk Niederfinow ist integraler Bestandteil der internationalen Wasserstraße E70 von Rotterdam (Niederlande) bis nach Klaipeda (Litauen).
Auf einsamen Straßen über Kerigk in den Spreewald nach Schlepzig, wo wir in der Müggenburg übernachten.
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7. Tag 01.07.2013
Eigentlich wollten wir noch einen Braunkohletagebau besichtigen. Ohne Voranmeldung nicht möglich. Also machen wir eine Tour durch das Spreewaldmuseum in Lehde, um dann an den
Senftenberger See
zu fahren, der nicht von Natur aus entstanden ist, sondern das Ergebnis einer interessanten Entwicklung. 1938 begann der Braunkohleabbau im Tagebau Niemtsch. Wo einst riesige Bagger tiefe Gruben in die Erde fraßen, lag später der Grundstein für eine großflächige Umgestaltung der Region. Heute zeigt sich das Gebiet in einer völlig neuen Gestalt. Anstelle von Förderanlagen, Schienen und staubigen Abraumflächen lockt heute der Senftenberger See mit Stränden, Radwegen, Wassersportmöglichkeiten und Urlaubsanlagen. Der See ist etwa 1250 Hektar groß, beinhaltet 80 bis 90 Millionen Kubikmeter Wasser und ist somit heute einer der größten künstlich angelegten Binnenseen Europas. Inmitten des bis zu 25 Meter tiefen Sees mit einer 20 Kilometer langen Uferlinie liegt eine 250 Hektar große Insel.
Dann geht es nach Dresden, wo wir Frauenkirche, Zwinger, Oper, Altstadt und die Elbe besichtigen. Die Oper dürfen wir nur von außen anschauen – leider gibt es keine Führungen.
Die nächste Station Elbe aufwärts ist Königsberg, wo wir den Ort anschauen und nach einem extrem besichtigungsintensiven Tag im Hotel Lindenhof übernachten.
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8. Tag 02.07.2013
Heute besuchen wir zuerst die Festung Königstein. Sie ist eine der größten Bergfestungen in Europa. Sie liegt inmitten des Elbsandsteingebirges auf dem gleichnamigen Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein am linken Ufer der Elbe im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Sachsen). In den letzten Jahrhunderten diente die Festung Königstein als Garnison, Staatsgefängnis, Schatzkammer und Zufluchtsort. Während verschiedener Kriege wurde die Festung niemals in Kampfhandlungen erobert. Aufgrund der Weiterentwicklung der Waffentechnik und der verminderten strategischen Bedeutung verlor der Königstein Anfang des 20. Jahrhunderts seine militärische Rolle. Nach dem Friedensvertrag von Versailles erfolgte 1920 die weitgehende Desarmierung der Festung.
In Bad Schandau schauen wir die Sandsteinfelsen des Elb-Sandstein-Gebirges an.
Unser Ziel ist es heute möglichst über den Erzgebirgskamm nach Westen zu fahren. Dazu müssen wir aber zuerst auf die tschechische Seite und von dort auf die Höhe über Petrovic nach Bad Gottleuba. Vorher, in Tisa machen wir Pause. Dann geht es über einsame, schön geschwungene Straßen über Nenntmannsdorf und Altenberg, Oberwiesenthal nach Rittersgrün zum Übernachten.
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9. Tag 03.07.2013
Über das Elstergebirge zur tschechischen Grenzstadt Asch. Bis zum Jahr 1000 gehörte das Gebiet der Äschen zur so genannten regia Slavorum (aus dem Lateinischen: das Land der Slawen). Aš wurde wahrscheinlich im 11. oder 12. Jahrhundert gegründet. In historischen Dokumenten wird Aš auch Ascha, Asche genannt, aber der erste aufgezeichnete Name ist Aska. Der Name der Stadt geht auf den deutschen Namen eines Fisches zurück - die Äsche, die im Wappen der Stadt vorkommt. Im Jahr 1775 wurde Aš schließlich an Böhmen bzw. Österreich angegliedert. Die Stadt hat sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts zu einer Hochburg der Textilindustrie entwickelt. Im Jahr 1834 wurde in Aš die erste Jacquard-Webmaschine hergestellt. Im Jahr 1880 war Aš mit seinen 13.000 Einwohnern die zehntgrößte Stadt Böhmens. Nach dem 2. Weltkrieg veränderte sich alles. Aufgrund der Grenzlage zum kapitalistischen Westen gab es nach 1945 keine wirtschaftliche Entwicklung mehr. Das hat sich bis heute nicht geändert.
Weiter durchs Fichtelgebirge bis Pottenstein in der fränkischen Schweiz.
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10<. Tag 04.07.2013
Der letzte Tag gilt der Heimfahrt über Spalt, Brombach See, das Altmühltal und die westlichen Wälder.
War wieder super!
Textquellen sind Wikipedia oder die jeweiligen Internetauftritte der Städte oder Sehenswürdigkeiten.
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