Endlich einmal Tschechien ohne Regen

Rudi - Moto Guzzi 1100 steel
Werner - Yamaha Supertenere 750
Hans - Suzuki - GSX 750
Marlene - Honda VFR 650
Martin - BMW GS 1250
Max - Yamaha FJR 1300



Bildergalerie 01.08.2011 - Von Häuser nach Regensburg
nach dem Text


Der Treffpunkt in Häuser verzögert sich etwas, weil Martin noch Handwerker im Haus instruieren muss. Weiterfahrt nach Pfronten auf Wunsch von Rudi über das Oberjoch. Rudi will bis zum Mittagessen mitfahren und dann umkehren. Marlene kann noch nicht mitfahren, da sie noch bürgelichen Pflichten nachkommen muss.
Zu 5. fahren wir etwas auf Umwegen über Hopfen, Erkenbolling, Kniebis, Bayerniederhofen auf der B 17 nach Landsberg.
Kurz nach der Tankpause, bei der Martin das Motorrad durch eine Unachtsamkeit umfällt, müssen wir anhalten, weil Martin Probleme mit der Bremse hat. Die Vorderbremse ist total heiß. Glücklicherweise stellt sich heraus, dass nur der Griffschutz durch das Umfallen verschoben wurde und so den Handbremshebel blockiert.
Wir wollen über Moorenweis und Mammendorf an München vorbei und fahren quer über Land nach Kaltenberg. Dort steuern wir die erste Wirtschaft an, um Mittag zu essen. Die Bedienung ignoriert uns und wir gehen nach 10 Minuten wieder. Draußen zeigt Rudi auf einen Ölfleck unter meiner Yamaha und sagt so etwas wie: "Max, Dein Moped macht's aber auch nicht mehr lang." Ein genauerer Blick zeigt, dass das frische Öl (Kundendienst am Dienstag) vom linken Zylinder runtertropft. Ein Blick auf das Ölschauglas läßt uns zu dem Schluss kommen, dass das Essen wichtiger ist als der Anruf bei der Werkstatt. Also weiter nach Geltendorf, wo wir eine Wirtschaft finden, die etwas verkaufen will.

Nach der Bestellung rufe ich bei meinem Händler (Gruber/Weiler) an, der sofort eine Werkstatt in der Nähe vorschlägt und dort einen freien Termin vereinbart. Falls der Fehler bei Ihnen läge, würde er natürlich auch die Kosten übernehmen. Also, nach dem Essen nach Königsbrunn zum Yamaha-Händler Finkl. Die Mechaniker glauben zuerst, eine Dichtung sei leck, dann, dass die Ölkühlereinlassdichtung defekt sei. Rudi meinte jetzt, man brauche ihn sicher nicht mehr und machte sich auf den Heimweg.
Nach der Probefahrt stellt sich heraus, dass die Einlassschraube einen Haarriss hat und der ganze Ölkühler gewechselt werden muss. So ein Teil für eine 14 Jahre alte Maschine läßt sich nicht sofort auftreiben. Zur Auswahl steht ein Provisorium mit einem Kühler einer 600er oder das Ausleihen einer nahezu neuen FJR 1300 und Reparatur der 900er im Laufe der Woche. Nach einigem Hin und her ging die Fahrt dann mit der 1300er dann weiter.
Wir blieben dann auf der B 300, um noch vor Dunkelheit nach Regensburg zu kommen. Hier bezogen wir die bestellten Zimmer im Spitalgarten und trafen beim Abendessen im wunderschönen Biergarten unseren Kollegen Markus, der uns dann auf eine kleine Nachttour durch die Stadt entführte, u. a. zum berühnmten Kneitinger.

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Bildergalerie 02.08.2011


Beim Frühstück nach der relativ kurzen Nacht stieß Marlene zu uns. Sie war bereits um 4:30 Uhr bei bitter kalten 7° C und Nebel zuhause weggefahren und kam ziemlich durchfrohren und geschafft im Spitalgarten an. Nach dem Frühstück schauten wir uns deshalb noch die Stadt an, bevor wir über Cham und Kötzting, mit einem Stop bei der Hindenburgkanzel mit Blick auf den Großen Arber und einem Abstecher zum Arbersee nach Bayerisch Eisenstein fuhren. In Zelezna Ruda gab es die erste Kaffeepause, vor der Martin noch mal das Moped ablegte und dann kamen die schönen Nebenstraßen durch den Böhmerwald. Vor Novy Brunst rechts weg über Prasily und Srni (einem Fremdenverkehrszentrum), Modrava, Filipova Hut und Kvilda durchqueren wir den Moldau Nationalpark auf teilweise sehr schlecht ausgebauten Straßen (altes Kopfsteinplaster mit kleinen Steinen etc.).
Wir verlassen den Böhmerwald und fahren durch Vimperk, am Husinec Stausee vorbei nach Prachatice. Dort finden wir am Marktplatz das Hotel Koruna, wo wir die Nacht verbringen können.
Prachatice (Prachatitz) besitzt eine der schönsten Altstädte Tschechiens und ist seit Anfang dieses Jahrhunderts Weltkulturerbe. Die Stadt erlebte ihren größten Aufschwung zwischen dem 14. und 17. Jh. durch den Salzhandel über den "Goldenen Steig", dessen östlicher Endpunkt sie war. Als die Salzlieferungen umgelenkt wurden verfiel sie in einen Dornröschenschlaf, den erst die EU in den 90er Jahren des letzten Jh.s beendete. Eines der schönsten Gebäude ist das Alte Rathaus aus dem Jahre 1571. Die Sgraffiti an seiner Fassade illustrieren Szenen aus der Bibel und den Totentanz des Malers Hans Holbein.

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Bildergalerie 03.08.2011 - Prachatice bis Trebon


Bei der Abfahrt von Prachatice fahre ich im Kreisel eine Ausfahrt zu weit und wir machen einen kleinen Umweg über Smedec, über Zelnava nach Volary. Vor Zelnava flitzt an uns ein Trabi Cabrio vorbei - Kennzeichen MM aus Deutschland. In Volary ließen sich laut Baedecker bereits im 15. Jh. Siedler aus dem Großen und Kleinen Walsertal nieder - daher auch der Name "Wallern". Ihnen und ihren Nachkommen sind die typisch alpenländischen Bauernhäuser zu verdanken. Das Museum in Volary beherbergt u. a. eine Sammlung alter Motorräder und eine sehr nachdenklich stimmende Ausstellung über die letzten Kriegswochen 1945. Damals mussten aus mehreren Konzentrationslagern (z. B. aus Hergatz am Bodensee) Kolonnen von Frauen hierher marschieren. Viele starben vor Erschöpfung und Hunger auf dem Marsch. Aber auch viele derer, die es bis hierher geschafft hatten und bereits in amerikanische Obhut gekommen waren, überlebten die ersten zwei Wochen im Lazarett der Amerikaner nicht.
Unser weiterer Weg führt uns am Lipno-Stausee entlang, an dessen Ende wir eine Mittagspause einlegen und Marlene ein kurzes Regenerationsschläfchen macht.
Die nächste Station ist die wohl meist besuchte mittelalterliche Stadt Tschechiens, Cesky Krumlov. "... die hübschen Gassen in der an drei Seiten vom Wasser umflossenen Altstadt und das prächtige, alles überragende Schloss, das nach der Prager Burg der größte Burgkomplex Tschechiens ist, machen Böhmisch Krumau zu einer Sehenswürdigkeit ersten Ranges." (Baedecker: Tschechien) Die Stadt wurde 1992 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Die Bilder vom Renaissance-Schloss der adligen Familie der Schwarzenberger und der Altstadt sprechen für sich. Wir wandern ca. 3 Std. durch Schloss und Altstadt und machen uns dann auf den Weg nach Trebon (Wittingau). Dies natürlich auf wunderschönen Nebenstraßen. Kurz vor Markvartice bremst ein Niederländer durch seine Fahrweise die Fahrt unangemessen. Max überholt, die anderen kommen länger nicht nach. Glücklicherweise überholen sie nicht, denn plötzlich wechselt eine Hirschkuh über die Straße. Das hätte übel ausgehen können. Leicht übel wird es einige km weiter in Vrvov. Beim Links-Abbiegen läßt Max den Gegenverkehr vorbei und quert die Fahrbahn. Unerwartet stoppt der Abbieger und Max muss bei Schräglage scharf bremsen. Der Aufprall wird verhindert, aber das schwere Moped liegt schräg - zuerst sieht es so aus, als könne er das Ding wieder aufrichten, aber schließlich bleibt ihm nicht anderes übrig, als es so sanft wie möglich abzulegen. Viel ist nicht passiert, aber ein zerkratzter Rückspiegel bei etwas über 2000 km ist auch nicht gerade nett.
Wir erreichen Trebon über die südliche Wittingauer Seenplatte. Es handelt sich hierbei um kein natürliches Phänomen, sondern um eine Vielzahl zum Teil riesiger Fischteiche, deren erste bereits im 14. Jh. angelegt wurden. Heute werden darin überwiegend Karpfen gezüchtet. Trebon, als Zentrum dieser "Seenplatte" ist eine nette, kleine Kurstadt, deren Gaststätten natürlich entsprechnede Fischgerichte anbieten.
Durch ein Missverständnis nächtigen wir in zwei verschiedenen Unterkünften: Die Männer in der Pension Maxim und Marlene im Hotel Galerie.

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Bildergalerie 04.08.2011 - Trebon bis Jihlava


Nach dem gemeinsamen Frühstück im Hotel Galerie und einem kleinen Spaziergang über den Markt geht es direkt nach Ceske Budejovice (Budweis). Das Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum Südböhmens wurde als deutsche Kolonistensiedlung 1265 an einer stragisch wichtigen Stelle des Salzhandelsweges gegründet. Ihre Altstadt ist wie die von Palmanova (It) und Barcelona (Es) schachbrettartig angelegt. Park- und Grünanlagen um den Stadtkern zeigen heute noch die sternförmig angelegten Verteidigungsanlagen, wie sie zur Zeit der Renaissance militärisch in waren. Der quadratische Marktplatz mit 133 m Seitenlänge zählt zu den größten Böhmens.
Leider dürfen wir in Budweis nicht das berühmte Budvar oder Samson probieren, da unsere Weiterfahrt nach Hluboká (Frauenberg) sonst wohl nicht möglich wäre. Schloss Hluboká befindet sich in der Stadt Hluboká nad Vltavou. Es gehört zu den schönsten Schlössern Tschechiens. Das Schloss wurde von dem in Südböhmen jahrhunderte lang dominierenden Geschlecht der Schwarzenberger erbaut.Der größte Saal ist die Bibliothek mit einer Kassettendecke, die von der Stammburg in Schwarzenberg nach Hluboká gebracht wurde. Einen wunderbaren Ausblick hat man von der Aussichtsterrasse auf dem Turm des Schlosses.
Von dort sehen wir auch die Kühltürme von Temelin, an denen wir hautnah vorbeikommen auf unserem Weg nach Tábor. Sie ist bekannt als eine Hochburg der Hussitenbewegung. "Im Frühjahr 1420 zogen Anhänger von Jan Hus, welche die Stadt Ústí unter ihrer Kontrolle hatten, von dort aus auf einen nahegelegenen Berg, auf dem die Burg Kotnov stand. Sie benannten ihre Stadt nach dem biblischen Berg Tabor und richteten zunächst eine Art Gottesstaat ein (mit Verbot von Privateigentum und sehr rigorosen Moralvorschriften). Schon 1421 zogen die Vertreter dieser Richtung aus der Stadt aus (und wurden in den nächsten Jahren weitgehend ausgerottet), doch war in der Stadt auch weiterhin eine relativ radikale Fraktion der Hussitenbewegung aktiv, die Taboriten." (Wikipedia). Auf unseren Fotos sieht man das Hus-Denkmal mit Darstellungen von seinem Leben und Tod.
Auf der Strecke nach Jihlava (Iglau) erwischt uns ausgerechnet an einer Baustelle der erste kräftige Regenschauer der Fahrt. Wir ziehen uns in einem Bushäuschen um, können aber einige km später an einer Tankstelle schon wieder die heiße Regenkleidung ablegen. In Jihlava macht uns die Einbahnstraßenregelung schwer zu schaffen bis wir das Hotel Gustav Mahler anfahren können, in dem wir übernachten werden. Nicht weit vom Hotel entfernt finden wir nach einem Rundgang über den riesigen Marktplatz eine gut besuchte Gastwirtschaft, in der wir ausgezeichnet zu Abend essen. Den mit 36.653 Quadratmeter bemerkenswert großen Marktplatz dominiert seit 1983 ein modernes Kaufhaus, das die sozialistischen Machthaber mitten auf dem Platz erbauen ließen. Die baulich interessanteste Kirche Jihlavas ist St. Jakob, in der von der Romanik bis zur Renaissance alle Baustile vertreten sind.


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Bildergalerie 05.08.2011 Jihlava bis Praha


In Jihlava überdenken wir unseren Plan, bis in die Slowakei bzw. nach Brünn zu fahren. Wir hätten ziemlich hetzen müssen, um bis Sonntag wieder daheim sein zu können. Außerdem hing drohend das 1500 km - Kontingent über Max mit seiner Leihmaschine. Zudem tauchte der Wunsch auf, Prag zu besichtigen. Entsprechend unserer Grundeinstellung, Autobahnen möglichst zu meiden, machen wir einen nördlichen Bogen über Havlíckuv Brod, bis 1945 Nemecký Brod (deutsch Deutschbrod) und Kolin nach Praha. Wir tasten uns bis an die Grenze der Innenstadt vor und finden dort das Hotel Triska.
Nachdem wir unsere Zimmer belegt und die Mopeds verräumt haben, machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum Wenzelsplatz und flanieren von dort zu den Hibernen und dem Pulverturm und anschließend zum Rathausplatz, wo wir die Astronomische Uhr mit den 12 Aposteln bewundern. Wir legen eine kleine Kaffeepause im Kaffee Kafka ein, ehe wir einen Rundgang durch die Josefsstadt (das ehemalige jüdische Viertel Prags) machen. Ganz zwangsläufig geht es dann zur Karlsbrücke mit ihren Straßenmusikanten, fliegenden Händlern und Instantkünstlern. An diesem Abend aßen wir in der "Original Pilsener Urquell - Gartenwirtschaft". Wie zu erwarten, war es die schlechteste Mahlzeit (lauwarm und schlecht gewürzt) der ganzen Fahrt.
Auf dem Heimweg genehmigten wir uns noch ein kühles Bierchen als Absacker und Hans ließ vorsichtshalber seine Motorradschlüssel in der Rezeption des Hotels liegen, um am kommenden Morgen den Adrenalinspiegel schnell in die Höhe zu bringen.

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Bildergalerie 06.08.2011 - Prag bis Klatov


Nach einem opulenten Frühstück und einer nervenaufreibenden Schlüsselsuche fahren wir auf dem kürzesten Weg rüber zur Kleinseite, um den Hradschin zu besichtigen. Besonders beeindruckend war der Veitsdom, der beginnend mit der Rundkapelle 925 und endend mit dem neugotischen Westportal 1929 über 1000 Jahre Bauzeit hinter sich hat. Nach zwei Stunden Rundwanderung kehren wir über die Valdstejnska zum Malostranskeplatz zurück, wo die Fahrzeuge abgestellt sind. Mopedfahrer genießen in Tschechien offensichtlich erhebliche Vorrechte. Sowohl in Tabor, wo wir die Polizei fragten, ob wir ohne Ticket stehen bleiben dürfen, als auch in Prag am Malostranskeplatz mussten wir uns um kein Parkticket kümmern. In Tabor erhielt neben uns ein Auto ohne Ticket eine Radkralle und in Prag sahen wir den kompromisslosen Abtransport einer Wagens, obwohl die Besitzer offensichtlich soeben eingetroffen waren.
Jetzt verlassen wir Prag genau auf der entgegengesetzten Seite wie wir es betreten haben. Auf der R 6 fahren wir nach Westen. Bei Skripova verlassen wir sie, um über schöne Nebenstraßen durch vom Tourismus unberührte Ortschaften wie Cichalov oder Kovarov und Zlutice nach Touzim zu gelangen. In diesem Ort wohnten die Eltern von Werner die ersten Jahre nach seiner Geburt bis zur Vertreibung. Das Angebot bei Stedra, einen kleinen Umweg über Stuzetin, seinen Geburtsort zu machen, lehnt Werner kathegorisch ab.
Die nächste Station ist Kloster Tepla, wo unsere Hoffnung auf eine Brotzeit bitter enttäuscht wird. Die Klosterwirtschaft ist geschlossen. Gottseidank findet Martin auf der Weiterfahrt mitten im Dorf Zádub-Závišín die wunderbare Gartenwirtschaft "Hostinec u pejska a kocicky = Zum Hündchen und Kätzchen". Wir nehmen ein verspätetes Mittagessen ein und können nun gestärkt Marianske Lazne (Marienbad) besichtigen.
Gerade als wir an den Thermen eintreffen wird Händels Wassermusik unterlegt mit Wasserspielen in einer Springbrunnenanlage abgespielt. Wir kaufen noch einige Mitbringsel, trinken einige Schluck Heilwasser und spazieren dann durch die Parkanlagen zu unseren Fahrzeugen.
Unser Plan ist es möglichst nahe an die Grenze bei Bayerisch Eisenstein zu kommen, um am Sonntag ohne große Hetze heimfahren zu können. Mit der R 230 erwischen wir einen interessanten Wechsel zwichen Haupt- und wunderschönen Nebenstraßen, die uns durch Orte wie Plana, Stribro, Stod bis Prestice führen. Vor allem das letzte Teilstück geht über winzige Sträßchen durch originäre Dörfer. In Prestice beginnen wir mit der Herbergssuche. Das erste Haus, auf dem Hotel steht, ist gar keins und in dem Hotel zwei Häuser weiter läßt sich niemand in der Rezeption blicken. Also weiter Richtung Klatovy (Klattau). Dort bekommen wir im Hotel Ennius, wieder nach einem Kampf mit verzwickten Einbahnstraßen 3 Zimmer. Das Abendessen nehmen wir, nachdem scheinbar in Klatovy um 20:00 Uhr die Gehsteige hoch geklappt werden, im Hotel ein. Im Laufe der Nacht merken wir, dass der Gehsteig gegenüber dem Hotel keineswegs mitgeklappt wurde. Eine ziemlich laute Disko und gut aufgelegte junge Menschen hielten uns bis 4:00 Uhr morgens auf dem Laufenden, was in so einer schönen Stadt Samstag abends alles los sein kann.

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Bildergalerie 07.08.2011 - Klatov bis Häuser


Abfahrt bei bedecktem Himmel. Kurz vor der Grenze schießt Hans an uns allen vorbei, steuert die nächste Ausweichstelle an, springt vom Moped und reißt sich die Jacke vom Körper. Trotz aller Aktivitäten kann er nicht vermeiden, dass ihn eine Wespe zweimal in Hals und Rücken sticht. Schwedentrunk und Fenistilsalbe lindern die Schmerzen ein wenig und wir können weiter fahren. Direkt an der Grenze beginnt es zu regnen und wir ziehen die Regenklamotten unter dem Dach des ehemaligen Grenzgebäudes an. Von der Fahrt bis Deggendorf haben wir landschaftlich leider wenig, da es ununterbrochen schüttet und das Stück Richtung Höllriegel sogar sehr neblig ist.
Nach Deggendorf tut sich das Wetter etwas auf und wir gondeln über Eichendorf, Reisbach, Frontenhausen und Adlkofen Richtung Landshut. In Adlkofen wird es wieder feuchter und wir beschließen in Landshut auf die Autobahn zu gehen und ab Unterschleißheim auf der B 2 nach Königsbrunn zu fahren. Bis kurz vor München fahren wir in Regen und Gischt, kommen aber gut vorwärts. Ab Mammendorf wird das Wetter wieder besser.
Die FJ 1300 wird ohne Tankrucksack bei Firma Finkl abgestellt und Martin nimmt Marlene mit, damit Max auf der Honda heimfahren kann. In Landsberg glaubt Max, dass Martin das Fahren mit Beifahrer wieder gewohnt ist und man wechselt. Bei Marktoberdorf biegt Werner nach Pfronten ab, in Agathazell (Dadde) bleibt Marlene zurück und der Rest findet auch sein zuhause.
Am Montag ladet Max seine Enkel, seine Frau und seine Tochter ins Auto und in die Königstherme ein und kann sein Motorrad nachmittags gerichtet mit nach hause nehmen.

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